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Donnerstag, 23.02.2012

Sicherheitstipps



 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hinweise zum richtigen Verhalten zur Adventszeit

 

Nun ist es wieder soweit. Die Adventszeit steht vor der Tür, nicht nur mit schönem Lichter Schein, sondern auch mit ihren Gefahren. Denn alljährlich müssen Feuerwehren ausrücken, um Brände zu löschen, die durch Adventsgestecke entstanden sind. Überall in den Haushalten, aber auch in den Betrieben, ob in den Büros oder auch woanders, werden vorweihnachtliche Adventsgestecke aufgestellt und natürlich auch angezündet. Bei dem Kerzenschein erfreuen sich nicht nur die Erwachsenen, sondern ganz besonders auch die Kleineren. Dabei verbergen sich gerade hierbei die Gefahren. Lassen Sie niemals Kinder allein in einem Raum, in den Kerzen brennen. Diese verlocken die kleinen immer gerne zum Berühren. Man sollte so oder so niemals Kerzen brennen lassen, wenn man einen Raum verlässt. Besonders gefährlich wird es nämlich, wenn diese etwas weiter herunter gebrannt sind und in Kontakt mit den getrockneten Tannen- nadeln kommen. Diese entzünden sich dann besonders gut, weil sie mit der Zeit sehr trocken werden. Also, achten Sie darauf, dass immer ein Erwachsener im Raum ist, wenn diese Kerzen brennen. Auch beim löschen der Kerzen sollte darauf geachtet werden, dass diese auch richtig aus sind. An sonnten kann sehr schnell ein Brand entstehen. Und schon ist die Weihnachtszeit beendet, bevor sie richtig begonnen hat.

 


Sicherheitstipps Weihnachtsbäume

 

 

Immer wieder überraschen Meldungen in der Weihnachtszeit über Brände, deren Ausgangspunkt der Weihnachtsbaum war. Unverständnis macht sich breit.
Wäre da keine Möglichkeit, diesen Brand zu verhindern? Warum breitet sich der Brand so schnell aus? Gibt es keine Möglichkeit, den Weihnachtsbaum einfach schwerentflammbar zu machen?
Rund 400.000 Nadeln hat die “Standardausführung” eines Weihnachtsbaums, eine Fichte von 2,20 Meter Höhe. Die Nadeln, nicht die Zweige und der Stamm, stellen im wesentlichen die gefährliche Brandlast des Baumes dar. 400.000 Einzelelemente von brennbarem Stoff, die sich im Abstand von nur wenigen Millimetern befinden.
Legt man eine aufgeschnittene Nadel unter einem Mikroskop, so erkennt man, dass das innere aus winzigen Harznestern, aus Harzseen besteht.
Geschlagen werden Weihnachtsbäume Ende meistens November. Über 2-3 Wochen lang erhalten die Nadeln dann keine  Feuchtigkeit mehr, dörren aus und werden zunehmend brennbarer. Werden diese Harzseen im Inneren der Nadel erhitzt, so beginnt das Harz sich zu verflüssigen und im weiteren zu verdampfen. Der brennbare Dampf baut einen hohen Druck auf, dass das Umschließende pflanzliche Gewebe wie bei einer Explosion auseinander- gerissen wird. Der sich bildende Dampfdruck kann so stark ansteigen, dass durch die Explosion Luftmassen verdrängt und unmittelbar in der Nachbarschaft stehende Kerzen buchstäblich ausgeblasen werden.
Der Harzdampf, verbrennt schlagartig und löst dadurch eine Kettenreaktion aus. Flammen springen dann von Nadel zu Nadel. Kugeln fallen herunter, noch aufrecht stehende Kerzen geben ihre Standfestigkeit unter Erwärmung auf und werden nun auch zu “Brandstiftern”. Innerhalb weniger Sekunden steht der ganze Baum in Flammen, Geschenkpapier und andere brennbare Materialienstehen in Flammen. Irgendwann wird der Baum durch den unterschiedlichen Abbrand kopflastig, stürzt um und setzt die Brandausbreitung fort.
So etwas kann man verhindern, wenn man einige Regeln befolgt:
- Elektrische Weihnachts-Beleuchtung benutzen,
- den Baum mit zu dicht ans Fenster stellen,
- nach Möglichkeit etwas festbinden,
- Baum Wasser geben,
- den Baum nicht unbedingt mit Duftspray besprühen,
dann wird’s auch sicherlich ein schönes und friedliches Weihnachtsfest geben.

 


Sicherheitshinweise für die Silvesternacht

 

Nun ist es fast wieder soweit, der Jahreswechsel steht vor der Tür und auch die alljährlichen Gefahren der Silvesterknallerei. Immer wieder müssen die Feuerwehren zu Jahreswechsel ausrücken um Brände zu löschen. Dabei kann die Silvesternacht mit der beliebten Knallerei ein sicheres Vergnügen sein.
Die Feuerwehr rät: Sich nur Knallkörper zu kaufen mit der Zulassung  der Bundesanstalt für Materialforschung
und -prüfung (BAM) und nicht von einem “Schwarzmarkt” mit unbekannter Herkunft. Schon im voraus die Gebrauchs- anweisung des Feuerwerks genau zu lesen und nie den gesamten Feuerwerks Vorrat in einer Tüte oder Karton aufbewahren. Kindern und Jugendlichen nur Feuerwerks- körper der Klasse 1 und nur unter Aufsicht abbrennen lassen. Feuerwerkskörper der Klasse 2 dürfen nur Erwachsene abbrennen. Auf Feuerwerkskörper wo drauf steht “Nur im Freien zünden” sollte unbedingt folge geleistet werden, sonst kann das schwere Folgen nach sich ziehen. Sollten sie einen Balkon oder eine Terrasse besitzen unbedingt diese frei räumen von brennbaren Gegenständen und die jeweiligen Fenster und Türen schließen. Für eventuelle Entstehungsbrände immer einen Eimer oder ähnliches Behältnis mit Wasser bereitstellen. Tischfeuerwerke die im Raum benutzt werden können nur auf feuerfesten Unterlagen zünden und brennbares Material entfernen. Raketen nur von geeigneten Freiflächen oder der Straße aus senkrecht nach oben starten, nicht schräg von einem Balkon. Am sichersten ist eine leere Flasche in einer Getränkekiste. Raketen oder ähnliches nicht als Geschosse benutzen. Knallkörper so zünden, dass Menschen oder Tiere nicht gefährdet oder verletzt werden. Wenn doch ein Brand entstehen sollte in einem Raum und sie bekommen ihn nicht aus nach einem Löschversuch, dann:
1. Raum verlassen,
2. Türen schließen
3. Feuerwehr alarmieren (Notruf 112)
4. Feuerwehr erwarten und einweisen.
Sollten Brandverletzungen auftreten sofort mit kaltem Wasser, Schnee oder Eis kühlen und den Rettungsdienst alarmieren ebenfalls Notruf 112.
Schon, wenn diese kleinen Hinweise beachtet werden, kann es für sie und auch für die Feuerwehr ein schöner und gemütlicher Jahreswechsel werden.    

 

 


Gefahren bei Betreten von Eisflächen

Gefahren bei Betreten von Eisflächen


Schlittschuh fahren ist eine schöne Sache- aber auch nur, wenn man wieder gesund nach Hause gehen und sich am “Kachelofen” aufwärmen kann.....
Auf gefrorenen Eisflächen besteht die Gefahr einzubrechen und zu ertrinken! Bei stehenden Gewässern sollte das Eis mindestens 15 cm dick sein, bei fließenden Gewässern mindestens 20 cm. Vorsicht auch an den Uferzonen, die mit Bäumen und Sträuchern bewachsen sind. Hier wächst das Eis langsamer. Achten Sie auf Warnungen und Hinweise in den Medien.
Das sollten Sie auf dem Eis unbedingt beachten:
Wagen Sie sich NIE ALLEIN auf das Eis. Prüfen Sie vor Betreten die Eisqualität. Hat das Eis Risse, Sprünge oder dunkle Stellen, meiden sie diese, weil  hier das Eis noch zu dünn ist. Beim Knacken oder knistern des Eises SOFORT die Eisfläche verlassen. Dafür langsam flach auf den Bauch legen und langsam zum Ufer zurückrobben. Grund, das eigene Körpergewicht auf eine möglichst große Grundfläche verteilen. Was tun, wenn man doch einbricht: Versuchen, mit seitlich ausgestreckten Armen Halt auf der Eisdecke zu finden und sich mit Schwimmbewegungen der Beine aus dem Wasser zu heben oder versuchen in die Bauch - oder Rückenlage auf feste Eisschichten in Richtung Ufer zu bewegen. Vorsicht! Das Eis kann weiter brechen. Laut um Hilfe rufen und so wenig wie möglich bewegen, um Kraft zu sparen.
Ist jemand anderes eingebrochen, ist Eile geboten. Möglichst auf den Bauch zur Unfallstelle bewegen, am besten mit Rettungsmitteln (z.B. Leinen, Leitern, Ästen, etc.). Dem Eingebrochen Hilfsmittel reichen und herausziehen. HÖCHSTE VORSICHT IST GEBOTEN! Nach der Rettung den Patienten langsam liegend Aufwärmen. Ist also eine Person im Eis Eingebrochen, ist sofort die Feuerwehr und der Rettungsdienst über den NOTRUF 112 zu alarmieren.

 


Freihalten von Hydranten

So wie es schon vor der Wende, also zu DDR Zeiten auch üblich war , bittet die Feuerwehr auch jetzt um Ihre Unterstützung. Es geht hierbei um das freihalten von Hydranten (Unterflurhydranten) , in den Wintermonaten. Es ist für uns der Feuerwehr schwer diese Hydranten bei einer geschlossenen Schneedecke zu finden. Das Finden ist hierbei nicht einmal das schwerste. Es ist nur erschwerend diese Hydranten dann wenn sie benötigt werden erst vom Schnee zu beräumen. Dies bedeutet in einem Einsatzfall, eine Emanze Zeitverzögerung.  Darum bitten wir Sie, die in Ihrer Nähe befindlichen Hydranten, bei Schneefall frei zu räumen, damit wir diese im Einsatzfall schnell benutzen können und vielleicht auch Ihr Hab und Gut schneller Retten zu können. Die Feuerwehr oder sogar die Nachbarn in Ihrer Nähe werden es Ihnen Danken, wenn dieser in einem Einsatzfall benötigt und vorher durch ihnen beräumt wurde.  

 


Waldbrandgefahr/ Waldbrandwarnstufen

 

Hier sollen einige kleinere Tipps gegeben werden. Prinzipiell, egal welche Waldbrandwarnstufe vorliegt, gelten folgende Verbote:
- Rauchverbot im Wald und auf Waldwegen,
- Fahrverbot im Wald und auf Waldwegen,
- Die Zufahrt zum Wald darf nicht durch abgestellte Fahrzeuge blockiert werden,
- Es ist verboten, im Wald oder in einer Entfernung von weniger als 100m zum Wald: offenes Feuer anzuzünden oder zu unterhalten Bodendecken Pflanzenreste abzubrennen oder brennende oder glimmende Gegenstände wegzuwerfen.
Zusätzlich können bei Waldbrandwarnstufe IV extrem gefährdete Waldgebiete durch die Forstbehörde für jeden gesperrt werden.

Im gesamten Bundesgebiet gelten folgende Waldbrandwarnstufen:
Waldbrandwarnstufe I   = Es besteht Waldbrandgefahr,
Waldbrandwarnstufe II  = Es besteht erhöhte Waldbrandgefahr,
Waldbrandwarnstufe III = Es besteht stark erhöhte Waldbrandgefahr,
Waldbrandwarnstufe IV = Es besteht höchste Waldbrandgefahr.

Was können sie tun:
Die Bevölkerung kann Brände vermeiden, wenn zum Beispiel:
- keine Zigarettenstummel aus Zügen oder Autos geworfen werden,
- Autos nicht auf Wiesen- oder Waldstreifen abgestellt werden, da der heiße Katalysator einen 
  Brand entzünden kann,
- kein Müll, besonders Gläser, im Wald zurückgelassen werden, welcher als Sammellinse für
  die Sonnenstrahlen wirken kann und
- indem jeder umsichtig und vorsichtig handelt.
Ist ein Brand bereits entstanden, sollten Sie diesen so schnell wie möglich über Notruf 112 der Feuerwehr melden. Außerdem können sie durch eigene Löschmaßnahmen versuchen, einen Entstehungsbrand einzudämmen. Dies jedoch nur, wenn Sie sich nicht selbst gefährden!
Bitte vergessen Sie nicht, dass ein Waldbrand:
- einen Schaden für die Umwelt darstellt, da große Mengen giftiger Rauchgase entstehen,
- eine Gefahr für die im Wald lebende Tiere bedeutet,
- ein wirtschaftlicher Schaden ist, da große Mengen Nutzholz vernichtet werden und
- auch eine Gefahr für die Gesundheit und das Leben der Menschen darstellt.
Es liegt in der Eigenverantwortung jedes Bürgers diesen Gefahrenhinweis ernst zu nehmen und entsprechend umsichtig und vorsichtig zu handeln.
Daher: Helfen sie mit, Brände zu vermeiden!
 

 


Hinweise zum gefahrlosen Grillen

Die Grillsaison hat in vielen Haushalten Einzuggehalten, aber trotz alledem möchte ich einige kleine Tipps zum richtigen Brandschutzverhalten beim Grillen geben, da es auch im vergangenem Jahr in Deutschland wieder viele Unfälle gab. Grillen im Freien, sei es im Garten oder an einem der zahlreichen öffentlichen Grillplätze, ist ein beliebtes, weil gemütliches Sommervergnügen. Damit es das auch bleibt und nicht zum Gefahrenherd wird, sollten einige Regeln beachtet werden. :
Achten Sie beim Aufstellen des Grills auf einen festen Standplatz und halten Sie Abstand zu brennbaren Materialien und  genügend Abstand zu Verkehrsplätzen. Das Anzünden von Holzkohle erfordert häufig etwas Geduld. Verwenden Sie stets nur handelsübliche Grillanzünder, keinesfalls “Brandbeschleuniger” wie Benzin oder Spiritus. Beide Flüssigkeiten verdampfen ab einer Temperatur von 20 Grad zunehmend schnell. Das dabei entstehende Dampf-Luft-Gemisch ist höchst brennbar, sie stehen beim Anzünden mitten in einer Dampfwolke, die blitzartig abbrennt. Resultat sind schwerste Verbrennungen, die schon leider vielfach und sehr oft vorgekommen sind. Halten Sie Kinder deshalb auch vom Grill fern. Spritzen Sie niemals aus einer Flasche brennbare Flüssigkeiten in den Grill. Durch Rückzündung entflammt deren Inhalt, und Sie halten einen Molotowcocktail in der Hand. Sollte es beim Grillen zu Brandverletzungen kommen, kühlen Sie diese sofort mit viel Wasser, bis spürbare Schmerzlinderung eintritt. Decken Sie die Wunde dann möglichst keimfrei ab, und begeben Sie sich sofort in ärztliche Behandlung. Abtropfendes Fett in die Grillkohle kann zu Flammenbildung führen und dabei sogar das Grillgut entzünden. Halten Sie auch deshalb stets einen Eimer Wasser bereit. Achten Sie bei Verwendung eines Gasgrills unbedingt darauf, dass die Anschlüsse dicht sind und der Verbindungsschlauch nicht der Hitze ausgesetzt ist. Austretendes Gas ist brandgefährlich. Grillen Sie nie in einem Raum, in dem keine zu- und Abluftmöglichkeit besteht. Sauerstoffentzug und Kohlenmonoxidbildung bedeuten Erstickungs- und Vergiftungsgefahr. Vergewissern Sie sich, dass keine Glut vom Winde verweht wird. Im Hochsommer besteht höchste Waldbrandgefahr. Entsorgen Sie die Grillkohle erst, wenn diese völlig erkaltet ist, füllen Sie zur Sicherheit nie in Kartons oder Plastikbehälter.
Wenn Sie diese Hinweise beachten, klappt es auch mit dem Grillspaß.
Ihre Feuerwehr wünscht Ihnen einen Guten Appetit.